Driver der Nachfrage

Seit über einem Jahrzehnt erlebt die Welt eine wahre Revolution bei der Produktion und Distribution von Konsumgütern. Industrielle Herstellung wandert mehr und mehr von Standorten mit relativ teuren Arbeitskräften (z. B. den USA und Westeuropa) zu Standorte mit relativ günstigen Arbeitskräften (z. B. China, Osteuropa, Indien und Mexiko) ab.

Diese Veränderung wurde durch eine Anzahl kombinierter Faktoren ausgelöst und beschleunigt:

  • Das explosive Wachstum der Containerbeförderung, welche effizienten Transport von Gütern und Rohmaterialien auf der ganzen Welt ermöglicht.
  • Eine stetige Tendenz in Richtung liberalisiertem Handel, der mithilfe von durch die Regierungen genehmigte Freihandelsvereinbarungen formalisiert wird.
  • Der Anstieg des Internetnutzung, der es Unternehmen in der gesamten Versorgungskette ermöglicht, durch virtuelle, softwarebasierte Business Management Systeme nahtlose Schnittschnellen untereinander zu schaffen.

Von inländischen Fabriken ausgehende Lieferketten gehören immer mehr der Vergangenheit an. Heutzutage sind Versorgungsketten lang, linear und komplex und reichen oft Tausende von Kilometern um die Welt, wobei sie ein kompliziertes Netz von Händlern und Geschäftspartnern integrieren.

Hersteller, Distributoren und Handelsketten, die Konsumgüter vertreiben, versuchen ständig, ihre Versorgungsketten kostengünstiger und reibungsloser zu gestalten. Transport und Logistik stellen nun eine Hauptquelle der Ausgaben für Unternehmen dar und sind außerdem die wichtigsten Bestimmungsgrößen für Erfolg beim Dienst an ihren Kunden.

Für alle diese Unternehmen sind Logistikzentren am richtigen Standort entscheidend, um einen effizienten und problemlosen Logistikbetrieb zu gewährleisten:

  • Sie ermöglichen grundlegende Steuerung – den genauen und nahtlosen Güterstrom zu ihrem Bestimmungsort, besonders beim Wechsel des Transitmodus (z. B. vom Schiff zur Bahn oder von der Bahn zum LKW).
  • Sie fungieren als Prozesszentren – physikalische Standorte, an denen die Produkte einer Vielzahl von "Mehrwert" Maßnahmen unterzogen werden können, bevor sie zur nächsten Stufe in der Kette und schließlich zu ihrem ultimativen Ziel auf dem Regal des Händlers weitergeleitet werden. Zu diesen Aktivitäten gehören beispielsweise Beleuchtungsmontage, RFID-Kennzeichnung, Etikettierung und Spezialverpackung.
  • Sie liefern einen Fehlerspielraum. Betrachtet man die Länge und Komplexität einer modernen Versorgungskette, gibt es immer das Risiko einer Störung durch Knappheit von Teilen, Fehlern durch Verkäufer, streikende Arbeitnehmer, Lieferverzögerungen, Naturkatastrophen und andere Probleme. Moderne Lageranlagen ermöglichen es Unternehmen, einen ausreichenden Bestand zu lagern, um unerwarteten Bedarfsanforderungen entsprechen zu können – und um sich dagegen abzusichern dass ein Bruch innerhalb der Kette, der sonst außerhalb ihrer Kontrolle liegt, Auswirkungen auf sie hat.
  • Sie dienen als Vertriebsknoten für zunehmend dezentralisierte Verbrauchermärkte auf der ganzen Welt, von denen viele in wirtschaftlichen Schwellenländern beheimatet sind, die bisher keine bedeutende Rolle im internationalen Handel spielten.

Aus diesen Gründen ist der Bedarf an industriellen Logistikgrundstücken in den vergangenen Jahren weltweit stark angestiegen.

Zusätzlich werden Unternehmen dazu gezwungen, ihre Supply Chain Netzwerke zu überholen, neu zu entwerfen und zu optimieren, damit sie in einer globalen Umgebung bestehen können. Dies erfordert wiederum neue, modernste gewerbliche Anlagen an Standorten, die Transportkosten auf ein Minimum reduzieren, aber ihren Benutzern gleichzeitig höchstes Serviceniveau ermöglichen.

Es wird auch mehr und mehr Flexibilität gefordert. Die blitzartige Geschwindigkeit, mit der Änderungen in diesem Bereich vonstatten gehen, liefert Unternehmen immer weniger wirtschaftlichen Anreiz ein Supply Chain Netzwerk mit eigenen Anlagen zu betreiben, da die Gefahr des Lock-in Effekten besteht. Ganz allgemein macht es inzwischen mehr Sinn, von einem Objekteanbieter zu mieten, was eine erhebliche Unabhängigkeit ermöglicht, die zur Neukonfiguration eines Netzwerks zu einem späteren Zeitpunkt als Reaktion auf die Marktlage verwendet kann.

ProLogis hat sich so positioniert, dass es diese langfristigen Tendenzen zu seinem Vorteil nutzen kann. Durch den Aufbau eines wirklich globalen Portfolios, extensiven Flächenressourcen und einem branchenweit guten Ruf hinsichtlich Qualität und Service hat sich ProLogis zu einem Partner erster Wahl für Firmen etabliert, die qualitativ hochwertige Logistikflächen in wichtigen Märkten auf der ganzen Welt benötigen.